Hilfe für das Kellion Timiou Stavrou - Was hat sich im letzten Jahr ereignet?

Hilfe für das Kellion Timniou Stavrou - was hat sich im letzten Jahr alles getan ?

Vor einem Jahr hatte ich in einem Artikel das Kellion Timiou Stavrou in der Provata vorgestellt und über die Mühe berichtet, die der einzige dort lebende Mönch David mit den Renovierungsarbeiten hat.

Der Verein der deutschen Athosfreunde hat im Jahr 2015 über 4.000 Euro an Vater David gespendet und auch dieses Jahr haben wir das Kellion mit einem größeren Betrag unterstützt.

Aber bevor ich von den Renovierungsarbeiten berichte,  möchte ich anhand von drei Bildern zeigen, wie sich das Gebäude in den letzten hundert Jahren verändert hat, Rückwirkend ist das auch ein Beispiel für die Geschichte des Berges Athos.

Rechts oben das Kellion Timiou Stavrou ca. im Jahr 1910, bewohnt damals von 60 Russen, bzw. Ukrainer, alles sehr gepflegt und belebt. Mangel an Mönchen und Geld gab es damals nicht.

Unten das Kellion im Jahr 1990. Damals waren die Außenwände fast alle eingestürzt, das Fachwerk sichtbar, die Kuppel auf dem Foto verrostet, die russischen Mönche verstorben und das Haus leer und so gut wie unbewohnbar.

Ganz unten das Kellion heute – die Kuppeln glänzen wieder in Gold, ein großer Teil der Außenwände ist wieder hergestellt und es zeigen sich erste Parallelen zu dem Kellion, so wie es vor hundert Jahren aussah.

Das Dach des Schuppens ist inzwischen erneuert worden, sodass Vater David dort Kerzen ziehen und Weihrauch produzieren kann. Im Vordergrund der Brunnen des Kellions (Phiale). Die überall herumliegenden Baumaterialien weisen darauf hin, dass es noch viel zu tun gibt.

Weitere Renovierungen sind im Haus erfolgt. Die Restaurierung der beiden Kuppeln unterstützten russische Spender und die Marmorfenster der Kuppel über der fertig renovierten Kirche konnten im Jahr 2016 wieder hergestellt werden.

 

All dies geschieht auf eine sehr griechische Weise (einige würden dies als chaotisch bezeichnen) und das Resultat hebt sich von vielen „edelrenovierten“ Gebäuden in der Skite Agia Anna, oder in Mikra Agia Anna, die inzwischen alle wieder Steindächer haben, deutlich ab. Es ist aber auch sympathisch, weil das große Geld hier eben nicht vorhanden ist, und zu erkennen ist, dass Vater David sich um jede Baumaterialie, jede noch so kleine Arbeit bemühen muss, um die erforderlichen Kosten aufzubringen und um die Arbeiten durchführen zu können.

Dabei erhalten die Kellien in der Regel keine Unterstützung von ihrem Mutterkloster, sondern müssen davon leben, was sie selber erwirtschaften.

Es gibt noch viel zu tun.

Auf den beiden Bildern unten ist David mit einem Mönch von Karakallou (dem dortigen „Elektriker“) bei der Inspektion der Solaranlage zu sehen. Daneben die erste Etage mit ausrangierten Kirchenstühlen und alten griechischen, an den Jugendstil erinnernden Hängeleuchten.

Gäste sind im Kellion Timiou Stavrou immer willkommen und werden in einfachen Zimmern untergebracht. Entscheidend ist die Herzlichkeit, mit der jeder Gast empfangen wird und die Hausküche kann aus eigener Erfahrung ebenfalls nur empfohlen werden.

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